Es gibt viele Situationen im Alltag, wo ich mich immer wieder gegen Gefühle der Machtlosigkeit wehren muss. Ich muss mir noch oft sagen, "du hast eine Wahl, du kannst die Situation ändern bzw. du kannst Lösungen suchen". Das klappt dann auch meistens. Ein Bespiel ist mein jüngster Sohn. Er schafft es einfach nicht seine Hausausgaben aufzuschreiben und diese in der Hausaufgabenbetreuung zu machen. Jedes Mal wenn er nach Hause kommt und wieder nichts im Hausaufgabenheft stand und ich rumtelefonieren musste, was die Kinder aufhatten, hat mich zum Verzweifeln gebracht. Bis ich beschloss was zu ändern. Ich habe die Leitung der HA-Betreuung gebeten, jeden Tag die Einträge zu kontrollieren und abzuzeichnen. Mit einer Konsequenz zu Hause wenn er nicht alles eingetragen hatte. Und siehe da, er schreibt schon viel häufiger alles auf. Warum ich nicht eher drauf gekommen bin? Weil ich immer Angst hatte lästig zu sein, weil es mir schwer fällt, um Hilfe zu bitten, weil ich denke, ich muss immer alles alleine schaffen, weil mein Sohn wegen seines ADHS "nur" eine eingeschränkte Gymnasialempfehlung bekommen hatte....
Es geht voran... immer wieder... immer weiter.... macht aber auch sehr müde manchmal!
Eure Lisa
Wenn du dich irgendwie wiederfindest in meinen Beschreibungen und Hilfe suchst, kannst du dich zum Beispiel melden bei: http://www.frauen-gegen-gewalt.de
Dienstag, 11. Oktober 2011
Sonntag, 9. Oktober 2011
Eva und der Apfel
Heute war ich mit meiner Tochter in der Kirche. Da kamen mir wieder viele Gedanken über Eva und den Apfel und den Sündenfall.
Ich will nicht zu einer Kirche gehören, die mir einredet, dass wir von Geburt an schlecht sind. Ich will nicht zu einer Religion gehören, die davon ausgeht, dass die Frau die Sünde gebracht hat.(Sündenfall)
Sehen wir diese Geschichte mal ganz anders:
Wenn ein Mädchen in die Pubertät kommt, ist das das Alter, in dem sie Kinder (unter Schmerzen) gebären kann. Gleichzeitig entwickelt sich im Alter von 12-15 die Moral... also das Gefühl für "Gut und Böse". Vielleicht will die Geschichte von Eva und dem Apfel diese Lebensphase symbolosieren.... und ist die warum auch immer in die Bibel aufgenommen worden.Mit dem Gedanken kann ich gerne in die Kirche gehen!
Eure Lisa
Ich will nicht zu einer Kirche gehören, die mir einredet, dass wir von Geburt an schlecht sind. Ich will nicht zu einer Religion gehören, die davon ausgeht, dass die Frau die Sünde gebracht hat.(Sündenfall)
Sehen wir diese Geschichte mal ganz anders:
Wenn ein Mädchen in die Pubertät kommt, ist das das Alter, in dem sie Kinder (unter Schmerzen) gebären kann. Gleichzeitig entwickelt sich im Alter von 12-15 die Moral... also das Gefühl für "Gut und Böse". Vielleicht will die Geschichte von Eva und dem Apfel diese Lebensphase symbolosieren.... und ist die warum auch immer in die Bibel aufgenommen worden.Mit dem Gedanken kann ich gerne in die Kirche gehen!
Eure Lisa
Freitag, 7. Oktober 2011
Meine Schreibpause im August-September
Meine Schreibpause war nicht bewusst geplant. Ich hatte einfach nicht die Kraft die Seite aufzurufen. Ich habe Abstand gebraucht. Es löst bei mir doch tiefere Emotionen aus, als ich gedacht habe. Als ich letztens wieder begonnen habe mit dem Schreiben, habe ich eine Woche lang jede Nacht geträumt, dass mein Partner mich betrügt. Erst zum Schluss war es nicht mehr mein jetziger Partner sonder der Wudo. Danach war es gut. Ich konnte es "abhaken".
Auch bin ich beruflich stark eingespannt. Habe es dennoch geschafft, täglich Zeit für die Hausaufgaben meiner Kinder einzurichten, und zwar vor 18:00 Uhr.
Meinem "taurigen" Kind geht es viel besser. Er hat mit einer Ausbildung begonnen und ich kann ihn nicht mehr als traurig beschreiben. Ein gutes Gefühl! Auch wenn der Weg sicherlich noch nicht beendet ist.
Bald sind es 6 Jahre her (10.10.2005), dass ich mich getrennt habe. Ich werde den Tag im Inneren feiern.
Ein schönes Wochendene!
Lisa
Auch bin ich beruflich stark eingespannt. Habe es dennoch geschafft, täglich Zeit für die Hausaufgaben meiner Kinder einzurichten, und zwar vor 18:00 Uhr.
Meinem "taurigen" Kind geht es viel besser. Er hat mit einer Ausbildung begonnen und ich kann ihn nicht mehr als traurig beschreiben. Ein gutes Gefühl! Auch wenn der Weg sicherlich noch nicht beendet ist.
Bald sind es 6 Jahre her (10.10.2005), dass ich mich getrennt habe. Ich werde den Tag im Inneren feiern.
Ein schönes Wochendene!
Lisa
Donnerstag, 29. September 2011
Streit aushalten mit dem Partner
Gestern Morgen hatte ich einen Streit mit meinem Partner. Es ging um meinen jüngsten. Er hat einen Zettel an der Tür, mit allen Afgaben die er morgens zu erledigen hat (ADHS). Klappt recht gut. Gestern habe ich ihn gerufen, weil ich ihm etwas zeigen wollte für die Schule. Danach habe ich gesagt, sollte er mitkommen zum Frühstück. Dann tauchte mein Partner auf. Natürlich war oben noch das Licht an, Radio an etc., ich hatte ihn ja aus allem raus geholt. Er war sauer und meinte zu meinem Jüngsten, er hätte ja alles vergessen und stiefelte nach oben, um alles zu erledigen... als er wieder unten war, habe ich ihm gesagt, dass ich den Jüngsten aus seinem Zimmer geholt hatte um was zu zeigen, und dass er danach von mir die Anweisung bekommen hatte direkt zum Frühstück zu kommen. Mein Partner meinte, das spiele keine Rolle, er hätte ja den Zettel mit unseren drei Unterschriften und er hätte erst das Zimmer machen sollen. Als ich meinte, dass er es völlig richtig gemacht hätte, weil ich ihn zum Frühstück geschickt hatte, sagte mein Partner, ich hätte den Zettel ja UNTERSCHRIEBEN!
Anstatt, wie früher in Panik zu geraten, oder zu weinen o.ä. habe ich ihm gesagt,, dann würde ich meine Unterschrift wieder streichen. Er: dann würde er den Zettel ganz zerreißen. Ich: Wir sind hier nicht in einer Kaserne. Er: das spiele keine Rolle.
Danach musste er zur Arbeit und ich auch. Wir waren nicht laut und haben uns auch nicht angeschrien, aber ich war echt total auf sauer auf ihn. Ich habe den ganzen Tag keine SMS geschrieben, auch nicht ständig geguckt (mit Bauchunruhe) ob er vielleicht geschrieben hat. Das war früher anders. Ich finde seine "Kontrollanfälle" einfach völlig fehl am Platz.
Und was passierte, er hat mich abends zu einem schönen Essen eingeladen, wollte es wieder gutmachen :-)))
Zwischendurch habe ich noch so philosofiert, was wäre, wenn er mich irgendwann betrügen würde.... mein erster Gedanke: dann hätte er einen dicken Fehler gemacht, den er dann auszubügeln hätte, lach. Gefiel mir gut, dieser Gedanke. (Nicht der Betrug, aber meine Reaktion darauf.)
Ich glaube, es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich ohne Bauchunruhe einen Streit so überstanden habe, ohne Panik, ohne Bauchdrücken, ohne das Gefühl etwas wieder gutmachen zu müssen!
Eure Lisa
Anstatt, wie früher in Panik zu geraten, oder zu weinen o.ä. habe ich ihm gesagt,, dann würde ich meine Unterschrift wieder streichen. Er: dann würde er den Zettel ganz zerreißen. Ich: Wir sind hier nicht in einer Kaserne. Er: das spiele keine Rolle.
Danach musste er zur Arbeit und ich auch. Wir waren nicht laut und haben uns auch nicht angeschrien, aber ich war echt total auf sauer auf ihn. Ich habe den ganzen Tag keine SMS geschrieben, auch nicht ständig geguckt (mit Bauchunruhe) ob er vielleicht geschrieben hat. Das war früher anders. Ich finde seine "Kontrollanfälle" einfach völlig fehl am Platz.
Und was passierte, er hat mich abends zu einem schönen Essen eingeladen, wollte es wieder gutmachen :-)))
Zwischendurch habe ich noch so philosofiert, was wäre, wenn er mich irgendwann betrügen würde.... mein erster Gedanke: dann hätte er einen dicken Fehler gemacht, den er dann auszubügeln hätte, lach. Gefiel mir gut, dieser Gedanke. (Nicht der Betrug, aber meine Reaktion darauf.)
Ich glaube, es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich ohne Bauchunruhe einen Streit so überstanden habe, ohne Panik, ohne Bauchdrücken, ohne das Gefühl etwas wieder gutmachen zu müssen!
Eure Lisa
Mittwoch, 28. September 2011
Es gibt mich noch
Hallo Liebe Leserinnen,
Ja, es gibt mich noch. Es ist eine sehr turbulente Zeit und ich versuche fast täglich kein Opfer von irgendwas zu sein. Das kann eine Situation mit den Kindern sein, mit meinem Partner, im Berufsleben, im Supermarkt. Ich denke zwar nicht dauernd, "ich Opfer", aber ich versuche Situationen anders zu begegnen.
Wenn ich merke, dass etwas mir nicht gut tut, oder ich Angst habe, dass jemand sauer auf mich ist, prüfe ich, ob aus meiner Sicht ein Anlass dazu besteht. Wenn dies nicht der Fall ist, brauche ich mich nicht klein fühlen, nicht die Schuldige zu sein, oder die Verantwortliche.
Es macht mich täglich ein bisschen stärker und freier!
Es ist ein gutes Gefühl, einfach immer zu denken, wie kann ich diese Situation anders sehen, anders beurteilen. Auf die Idee, wäre ich früher nie gekommen, zu überlegen ob der andere einen Anlass hat, sauer auf mich zu sein. Zu überlegen, ob ich mich entschuldigen muss.
Tief im Inneren lerne ich, dass ich es Wert bin einen Platz, ein Stück Raum, auf dieser Erde einnehmen zu dürfen..... ein langer spannender Weg!
Eure Lisa
Ja, es gibt mich noch. Es ist eine sehr turbulente Zeit und ich versuche fast täglich kein Opfer von irgendwas zu sein. Das kann eine Situation mit den Kindern sein, mit meinem Partner, im Berufsleben, im Supermarkt. Ich denke zwar nicht dauernd, "ich Opfer", aber ich versuche Situationen anders zu begegnen.
Wenn ich merke, dass etwas mir nicht gut tut, oder ich Angst habe, dass jemand sauer auf mich ist, prüfe ich, ob aus meiner Sicht ein Anlass dazu besteht. Wenn dies nicht der Fall ist, brauche ich mich nicht klein fühlen, nicht die Schuldige zu sein, oder die Verantwortliche.
Es macht mich täglich ein bisschen stärker und freier!
Es ist ein gutes Gefühl, einfach immer zu denken, wie kann ich diese Situation anders sehen, anders beurteilen. Auf die Idee, wäre ich früher nie gekommen, zu überlegen ob der andere einen Anlass hat, sauer auf mich zu sein. Zu überlegen, ob ich mich entschuldigen muss.
Tief im Inneren lerne ich, dass ich es Wert bin einen Platz, ein Stück Raum, auf dieser Erde einnehmen zu dürfen..... ein langer spannender Weg!
Eure Lisa
Mittwoch, 17. August 2011
Es geht auf und ab und auf und .... !
Der Urlaub hat mir richtig gut getan. Zwei Wochen den Tag kommen lassen und genießen. Mein trauriges Kind hat mir immer gute SMS geschrieben, obwohl es ihm in den letzten Tagen etwas weniger gut ging. Er wollte, dass ich den Urlaub bis zum Schluss genießen konnte. Echt lieb!!
Ich hatte am Montag noch ein gutes langes Gespräch mit ihm. Neben den traumatischen Erfahrungen scheint seine, erst vor kurzem dignostizierte ADHS eine wichtige Rolle zu spielen. Wobei ich denke, dass er u.a. auch emotional sehr sensibel ist, d.h. seine ADHS zeigt sich auch auf der emotionalen Ebene sehr stark. Diese "emotionale ADHS-ler" sind glaube ich schnell auch Opfer, weil sie sich gefühlsmäßig schnell selbst verlieren. Auch hierüber haben wir reden können. Dass ADHS mit ihm Spiel ist, hat sich positiv auf sein Selbstwergefühl ausgewirkt, er ist nicht der Versager, wie Wudo ihm immer profezeit hat ("aus dir wird eh nichts, du landest unter der Brücke" etc.). Er hat eine Stoffwechselkrankheit im Gehirn, liegt bei uns stark in der Familie. Natürlich müssen wir jetzt auch daran arbeiten und er muss lernen sein Leben zu stukturieren, aber dafür kann er seine Wut auf den Wudo verringern, und er fühlt sich dadurch weniger als Opfer.
Irgendwann sagte er Montag zu mir: "Das Gespräch mit mir hätte ihm richtig gut getan!". Da habe ich mich sehr gefreut :-))))
Liebe Grüße
Lisa
Ich hatte am Montag noch ein gutes langes Gespräch mit ihm. Neben den traumatischen Erfahrungen scheint seine, erst vor kurzem dignostizierte ADHS eine wichtige Rolle zu spielen. Wobei ich denke, dass er u.a. auch emotional sehr sensibel ist, d.h. seine ADHS zeigt sich auch auf der emotionalen Ebene sehr stark. Diese "emotionale ADHS-ler" sind glaube ich schnell auch Opfer, weil sie sich gefühlsmäßig schnell selbst verlieren. Auch hierüber haben wir reden können. Dass ADHS mit ihm Spiel ist, hat sich positiv auf sein Selbstwergefühl ausgewirkt, er ist nicht der Versager, wie Wudo ihm immer profezeit hat ("aus dir wird eh nichts, du landest unter der Brücke" etc.). Er hat eine Stoffwechselkrankheit im Gehirn, liegt bei uns stark in der Familie. Natürlich müssen wir jetzt auch daran arbeiten und er muss lernen sein Leben zu stukturieren, aber dafür kann er seine Wut auf den Wudo verringern, und er fühlt sich dadurch weniger als Opfer.
Irgendwann sagte er Montag zu mir: "Das Gespräch mit mir hätte ihm richtig gut getan!". Da habe ich mich sehr gefreut :-))))
Liebe Grüße
Lisa
Montag, 8. August 2011
Kurznachricht aus dem Urlaub
Hallo liebe LeserInnen,
Ich hatte einige sehr aufreibende Wochen hinter mir und dann sofort ab in den Urlaub. Ich musste mich nochmal sehr um mein großes trauriges Kind kümmern. Es ging ihm zwischendurch wieder sehr schlecht und ich hatte diesmal wirklich Angst, er hätte allem ein Ende gesetzt.Inkl. Vermisstenanzeige bei der Polizei. Zum Glück habe ich ihn gefunden und es hat sich vieles zum Guten gewendet. Er hat wieder viel neuen Lebensmut und ich sehe eine große Änderung. Ich habe viel gebetet und habe liebe Menschen die mir/uns sehr geholfen haben.
Ich genieße den Urlaub und bin froh, ein wenig zur Ruhe zu kommen!
Ich melde mich ab Mitte des Monats wieder!
Euch alles Gute bis dahin!
Eure Lisa
Ich hatte einige sehr aufreibende Wochen hinter mir und dann sofort ab in den Urlaub. Ich musste mich nochmal sehr um mein großes trauriges Kind kümmern. Es ging ihm zwischendurch wieder sehr schlecht und ich hatte diesmal wirklich Angst, er hätte allem ein Ende gesetzt.Inkl. Vermisstenanzeige bei der Polizei. Zum Glück habe ich ihn gefunden und es hat sich vieles zum Guten gewendet. Er hat wieder viel neuen Lebensmut und ich sehe eine große Änderung. Ich habe viel gebetet und habe liebe Menschen die mir/uns sehr geholfen haben.
Ich genieße den Urlaub und bin froh, ein wenig zur Ruhe zu kommen!
Ich melde mich ab Mitte des Monats wieder!
Euch alles Gute bis dahin!
Eure Lisa
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